Katrin Helbig Psychologische Psychotherapeutin Dresden

Was ist Psychotherapie?

Ein wichtiger Teil der Psychotherapie ist das Gespräch. Es gibt jedoch auch andere Methoden, die Menschen helfen, zu einem veränderten Denken, Fühlen und Verhalten zu kommen. Manchmal ist es auch wichtig, direkt vor Ort etwas zu üben oder in die Situation zu gehen, um negative Gefühle in neues, positives Erleben zu wandeln. Eine Psychotherapie ist dabei ein Veränderungsprozess mit dem Ziel, eigene Probleme zu lösen und mehr Selbstvertrauen zu gewinnen. Meine Arbeitsweise ist dabei integrativ und immer an die Symptome angepasst – von situativ abgestimmten Übungen in der Psychotherapie und im Coaching über die klassischen Einzeltherapie bis hin zur Gruppentherapie.

Es kann Lebenssituationen geben, in denen Sie sich fragen: „Was ist nur mit mir los? So kenne ich mich doch nicht, eigentlich bin ich doch anders. Ich habe mich verändert.“ Manche bemerken dann Symptome an sich wie Traurigkeit, Lustlosigkeit, innere Unruhe, Ängste, Schlafstörungen, Panik, Herzrasen, Atemnot oder haben das Gefühl von Überlastung und Ausgebrannt sein. Vielleicht treten auch körperliche Beschwerden auf, für die ein Arzt keine Ursache finden kann. Oder Sie spüren keine innere Motivation mehr, die Dinge zu tun, die Ihnen früher Freude machten. Obwohl Sie sich ernsthaft bemüht haben, die Probleme allein zu bewältigen, geht es Ihnen nicht besser. Dann kann es gut sein, für einige Zeit professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um das eigene Leben wieder zu ordnen. So können Sie die Kraft finden, aus einengenden, sich wiederholenden Kreisläufen auszubrechen. Es gibt Menschen, die sich fragen, ob sie verrückt sind, wenn sie psychologische Hilfe suchen. So mancher verurteilt sich mit den Worten: „Nicht mal mein Leben bekomme ich in den Griff.“ Aber haben Sie nicht selbst schon vieles versucht? Ist es nicht ein Zeichen von Stärke und Tatkraft, sich Unterstützung zu holen, wenn man alleine nicht weiter kommt?
All diese Gedanken und Zweifel können Sie in der Psychotherapeutischen Sprechstunde ansprechen.

In der Praxis liegt der Schwerpunkt häufig auf dem Gespräch. Im Rahmen eines integrativen Ansatzes kommen jedoch verschiedene Methoden zum Einsatz, um während der Therapie neue, lebensstärkende Erfahrungen zu machen. Die Methoden werden in Abhängigkeit von der Problematik sowie von den Veränderungswünschen des Klienten eingesetzt. Dazu zählen:

  • verhaltenstherapeutische Methoden, um erwünschtes, neues Verhalten zu erproben und zu festigen (z.B. Üben sozialer Fähigkeiten, Rollenspiele, Problemlösetechniken, aufhören zu grübeln, Konfrontation mit Ängsten)
  • Erlernen von Entspannungstechniken wie Selbsthypnose, Autogenes Training, Atementspannung und Progressiver Muskelrelaxation
  • Kognitive Therapie, um gedankliche Blockaden zu erkennen und zu verändern
  • aufdeckende, lebensgeschichtliche Arbeit, um persönliche Muster zu erkennen und so zu verändern, dass Sie wieder Lebensfreude haben
  • Gruppentherapie: In kleinen Gruppen können Menschen ihre Problematik reflektieren, erhalten Rückmeldung von anderen Betroffenen und können neue Beziehungserfahrungen machen. Informationen zur Gruppentherapie erhalten Sie im nächsten Punkt „Einzeltherapie und Gruppentherapie"
  • Hypnose (nach M. Erickson) wird eingesetzt, um die Erfahrung von Entspannung zu machen, um körperliche Beschwerden zu lindern, um therapeutische Inhalte in Trance zu vertiefen, um „verschüttete“, aber trotzdem vorhandene Emotionen wieder erlebbar zu machen und die Kraft zu gewinnen, persönliche Ziele auch zu erreichen
  • EMI – Eye Movement Integration als Spezialverfahren zur Behandlung von Traumata

In unserer Praxis ist Psychotherapie als Einzel- oder Gruppentherapie möglich. Gemeinsam mit der Therapeutin können Sie in den ersten Sitzungen entscheiden, welche Behandlungsmöglichkeit für Sie sinnvoll ist. Dabei werden Ihre persönlichen Wünsche berücksichtigt.

Einzeltherapie
In einer Einzeltherapie können Sie die Arbeitsweise der Therapeutin kennenlernen. Dabei haben Sie ihre ganze Aufmerksamkeit für sich allein. Dies ist sinnvoll, wenn sich ein Mensch in dem persönlichen Rahmen eines Zweiergespräches öffnen möchte. Das Vertrauensverhältnis, das durch die Vier-Augen-Gespräche einer Einzeltherapie entsteht, hilft dabei, Ängste und Unsicherheiten offenzulegen und anzugehen.

Gruppentherapie
Wenn jemand in einer Gruppe an den eigenen Themen arbeitet, ist das eine ganz besondere Chance. Es ist wohltuend zu bemerken, gerade jetzt nicht allein mit den eigenen Problemen zu sein. Die Atmosphäre in der Gruppe ist dabei sehr wohlwollend. Dies motiviert viele Menschen, sich zu öffnen und so die Erfahrung von neuen, positiven Begegnungen zu machen. Wenn Sie neugierig sind, wie Teilnehmer/Innen die Gruppe erlebt haben, lesen Sie bitte weiter.

Erfahrungen mit Gruppentherapie
Bei der Gruppentherapie können Sie lernen, über die eigenen Gefühle und Erfahrungen zu sprechen. Wenn Sie möchten, können Sie auch Rückmeldungen von anderen erhalten. Das hilft vielen Menschen, in der Familie, im Alltag und im Beruf persönliche Beziehungen besser zu gestalten. Diese Erfahrung hilft effektiv, depressive Symptome zu verringern. Aber auch Themen wie Angst, Burnout, „eigene Bedürfnisse“ und der Umgang mit Grenzen sind Themen, die ihren Platz im geschützten Raum der Gruppe finden können. In vielen Gruppen kommt auch der Humor nicht zu kurz, denn Humor hilft, alles leichter zu nehmen. Dabei ist es immer eine therapeutisch angeleitete Gruppe und keine Selbsthilfegruppe. Jede/r in der Gruppe arbeitet an seinen eigenen Themen. Gleichzeitig ist es auch möglich, Unterstützung und Rückmeldung von anderen zu erhalten oder zu lernen, Hilfe anzunehmen. Man kann sich dabei immer die Zeit nehmen, die anfangs nötig ist, um in die Gruppe hineinzuwachsen. Es wird oft als Befreiung erlebt, sich mit den eigenen Nöten nicht verstecken zu müssen, sondern sich angenommen zu wissen. Genau das motiviert viele Menschen, tatsächlich etwas im eigenen Leben zu verändern. „Ich darf sein, wie ich bin", ist eine der wichtigsten Erfahrungen der Gruppentherapie.

Psychotherapie - Häufig gestellte Fragen /FAQ

Grundsätzlich können Sie direkt eine psychotherapeutische Praxis aufsuchen, eine Überweisung ist nicht nötig. Der erste Termin findet im Rahmen der Psychotherapeutischen Sprechstunde statt.

Die Psychotherapeutische Sprechstunde ist ein erstes orientierendes Angebot. Wenn Sie wissen möchten, ob eine psychische Erkrankung vorliegt, die behandelt werden sollte, dann sind Sie hier richtig. Sie erhalten dabei eine Beratung, welche Schritte zur Lösung Ihres Problems hilfreich sein könnten. Dabei beraten Sie auch miteinander, ob eine längere Psychotherapie für Sie eine geeignete Behandlungsmethode wäre. Scheuen Sie sich nicht, Fragen zu stellen oder Zweifel zu benennen. Wichtig ist dabei, dass Sie sich von Ihrem Gegenüber als Mensch angenommen fühlen und Vertrauen aufbauen können.
Nennen Sie in einem Erstgespräch auch Ihre Erwartungen und Ziele. Wenn Ihnen das noch schwer fällt, können Sie Hilfe erhalten, um genauer herauszufinden, welche Therapieziele für die Lösung Ihres Problems sinnvoll sein könnten. Manche Menschen möchten lernen, selbstbewusster zu werden, andere möchten Ängste bewältigen oder wieder Lebensfreude gewinnen. In jedem Fall wird es darum gehen, individuelle Lösungen für Ihr Problem zu finden.

Die ersten Therapiestunden werden probatorische („vorbereitende“) Sitzungen genannt. In diesen Stunden können Sie die Arbeitsweise der Therapeutin oder des Therapeuten kennen lernen. Dabei wird eine ausführliche Diagnostik durchgeführt, um Ihre spezifische Problematik genau zu verstehen und einen individuellen Behandlungsplan zu entwickeln. Gemeinsam wird dann entschieden, ob eine Therapie bei der Krankenkasse beantragt wird. Erfolgt eine Genehmigung durch die Krankenkasse, beginnt die eigentliche Behandlung. Die Dauer einer Therapie richtet sich nach der individuellen Problematik.

Die häufigsten psychischen Erkrankungen sind:

  • Angststörungen
  • Depressionen
  • Essstörungen
  • Zwänge
  • Psychosomatische Erkrankungen
  • Sexualstörungen
  • Suchterkrankungen

Bestimmt haben Sie sich ernsthaft bemüht, Ihre Probleme allein zu lösen. Trotzdem geht es Ihnen nicht besser. Dann kann es gut sein, für einige Zeit professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um das eigene Leben wieder zu ordnen. So können Sie die Kraft finden, aus einengenden, sich wiederholenden Kreisläufen auszubrechen und wieder Lebensfreude und Energie zu gewinnen. In der Psychotherapeutischen Sprechstunde können sie klären, ob eine Psychotherapie eine adäquate Hilfe für sie sein kann.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Behandlungskosten, wenn eine psychische Erkrankung vorliegt (Depression, Angststörung, psychosomatische Erkrankung, bestimmte Schmerzerkrankungen, Traumata, etc.). Nach den Probesitzungen können Sie einen Antrag auf Kostenübernahme bei ihrer Krankenkasse stellen. Erst nach erfolgter Genehmigung können sie sicher sein, dass ihre Krankenkasse die Kosten übernimmt.

Sollte in der Praxis Helbig zurzeit kein Psychotherapieplatz frei sein, so können Sie das Portal Arztsuche der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen (KVS) nutzen. Hier finden Sie die Adressen aller niedergelassenen Psychologischen Psychotherapeuten in Sachsen. Zum Portal Arztsuche gelangen Sie hier. Bitte wählen Sie unter Fachgebiet „Psychologischer Psychotherapeut“ aus und geben Sie den Ort an, in dem Sie suchen.
Alternativ steht Ihnen auch die Psychotherapeutensuche der Deutschen Psychotherapeutenvereinigung (DPTV) zur Verfügung. Das Portal finden Sie hier. Suchen Sie in einer Krisensituation schnell Hilfe, können Sie sich auch an den Krisendienst der Stadt Dresden wenden.